Synopses

Morde, gar Serienmorde durfte es nach dem Selbstverständnis der DDR in einer „entwickelten sozialistischen Gesellschaft“ nicht geben. Nach offizieller Lesart waren Kapitalverbrechen gesellschaftliche Auswüchse im kapitalistischen Westen des Klassenfeindes. „Verbrechen ist dem Sozialismus wesensfremd“.

Doch auch in der DDR gab es Triebtaten, Sexualdelikte, Serienmorde, und es gab eine Kriminalpolizei, die für deren Aufklärung zuständig war.

Wenn aber die Kapitalverbrechen nicht schnell genug aufgeklärt wurden,

befürchtete die Staatssicherheit, dass es in der Bevölkerung zu „Unruhe“ kommen könnte, und damit zu Kritik am staatlichen System.

Dann schickte die Stasi ihre Geheimwaffe: die Spezialkommission. Ihr Auftrag: Verbrechen schnell und gründlich aufzuklären, um sie danach um so effektiver vertuschen und geheimhalten zu können. Eine Geheimpolizei, mit weitaus größeren Befugnissen ausgestattet als die Volkspolizei, von keinerlei rechtsstaatlichen Grenzen eingeschränkt,mit modernster Technik ausgestattet und in der Lage auf die Logistik eines der mächtigsten Geheimdienste der Welt zugreifen zu können.

An drei bisher nicht veröffentlichten  Kriminalfällen der DDR wird die Arbeit der Spezialkommission dargestellt.